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Aus Industriegeschichte wird Zukunftsraum

Von Neckarspinnerei zu NQ:
Ein Ort für Arbeit, Begegnung und neue Ideen.

Die historische Neckarspinnerei in Wendlingen am Neckar wird NQ. Damit entsteht ein neues, gemischt genutztes Quartier für Arbeiten, Austausch und Begegnung. Das denkmalgeschützte Industrieensemble wird im Rahmen der IBA’27 StadtRegion Stuttgart behutsam transformiert. Moderne Büroflächen, Co-Working-Spaces und öffentliche Freiräume am Neckarufer verbinden Industriegeschichte mit zukunftsorientierter Quartiersentwicklung. 

  • Projektträgerin

    HOS Projektentwicklung GmbH

  • Auftraggeber

    Gustav Epple Bauunternehmung GmbH

  • Ort

    Wendlingen am Neckar

  • Leistung

    LPH 5

  • Status

    in Planung

  • Zeitraum

    seit 2024

  • Entwurf

    Rustler Schriever Architekten

  • BGF

    12.976 m²

  • NF

    6.248 m²

  • Baujahr Spinnerei-Gebäude

    1861

  • Projektsteuerung

    Albrings + Müller AG

  • Freiraumplanung

    GDLA | gornik denkel / landschaftsarchitektur

  • HKLS Planung

    Keppler + Kähn GmbH

  • Elektroplanung

    Martin Henne Esslinger Ingenieurgesellschaft

  • Tragwerksplanung

    Furche Geiger Zimmermann Tragwerksplaner GmbH

  • Bauphysik bis LPH 4

    GN Bauphysik (bis LPH 3)
    Krämer Evers Bauphysik GmbH & Co. KG (ab LPH 4)

  • Brandschutz

    Endreß Brandschutz

  • Visualisierungen

    perspectiveOne

  • Baustellendokumentation

    HOS Projektentwicklung GmbH
    Schmidt Plöcker Architekten

Neue Identität für ein Industrie-Ensemble

Alt wird neu, lokal wird überregional, Industrie wird zum belebten Quartier. Und Neckarspinnerei wird schließlich zu NQ. Hier treffen Denkmalschutz, Industriecharme und lokale Vernetzung auf Zukunftsideen und ein neues, aktives Miteinander. 

Mit dem Umbau des ehemaligen Spinnereibetriebs der Textilfirma Heinrich Otto entsteht in Baden-Württemberg ein vielfältiges Quartier mit modernen Büroflächen, Co-Working-Spaces und offenen Räumen für Begegnung und Dialog. Ergänzt wird die Transformation durch den Entwurf von Rustler Schriever Architekten in Zusammenarbeit mit GDLA Gornik Denkel Landschaftsarchitektur, der einen ergänzenden Neubau vorsieht. 

Ziel ist es, in Wendlingen am Neckar die Fäden weiterzuspinnen und einen gemeinschaftlichen Ort des Arbeitens und Austauschs zu schaffen. Grüne Freiräume bis an das Neckarufer sowie die Öffnung zum öffentlichen Park stärken die Quartiersentwicklung und verankern das NQ in seiner Umgebung.

Visualisierungen: perspectiveOne

3D-Modell als Brücke zwischen Bestand und Planungsqualität

Als Bindeglied zwischen Entwurf und tatsächlicher Ausführung leistet die Ausführungsplanung einen wesentlichen Beitrag zum Vorankommen der Baustelle. Die Besonderheit liegt in der extrem hohen Detailtiefe, die eine direkte Umsetzung vor Ort ermöglichen muss. Durch den Vermessungsingenieur erhielten wir eine digitale Bestandsaufnahme des Gebäudes. Dieses präzise 3D-Modell ist für uns eine wertvolle Grundlage in der alltäglichen Planung. Denn auf dieser Basis konnten Pläne exakt abgeleitet und der vorhandene Gebäudebestand detailliert verstanden werden. 

Ein weiterer wichtiger Schritt war der Abgleich von Bestand und Entwurf. Durch die Überlagerung beider Modelle ließen sich Unstimmigkeiten frühzeitig erkennen und in einem iterativen Prozess korrigieren. Dies trug entscheidend zur Qualitätssicherung bei.

Während der Bauphase führte die Öffnung von Bauteilen zu neuen Erkenntnissen über die tatsächliche Bausubstanz. Diese Erfahrungen machten deutlich, wie wichtig Flexibilität und Anpassungsfähigkeit insbesondere in denkmalgeschützten Projekten sind.

Historie der Neckarspinnerei

Die Neckarspinnerei blickt auf eine über 200-jährige Geschichte zurück. Immanuel Friedrich Otto gründete 1816 eine Spinnerei mit angeschlossener Türkisch-Rot-Garnfärberei. Ende der 1850er-Jahre übergab er den Betrieb an seinen Sohn Heinrich Otto, der 1861 in Unterboihingen ein neues, modernes Stammwerk errichten ließ, das mit der mit der Wasserkraft des Neckars betrieben wurde. In den darauffolgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Anlage zu einem bedeutenden Textilstandort, der stetig erweitert wurde.

Kollaboration als Erfolgsfaktor

Der Erfolg des Projekts beruht auf einem kollaborativen Arbeitsprozess: Die enge Abstimmung zwischen Planungs- und Baustellenteam ermöglichte praxisnahe, wirtschaftliche und zugleich gestalterisch überzeugende Lösungen. Eine offene Kommunikation und hohe Transparenz im Team erwiesen sich als Schlüsselfaktoren.

Der Weg zum neuen Quartier

Im Jahr 2020 wurde der Spinnerei-Betrieb niedergelegt. Im Anschluss daran erfolgte 2021 die Durchführung einer Machbarkeitsstudie zu Energie- und Mobilitätskonzepten, temporären Zwischennutzungen und Vermietungen sowie die Durchführung aktiver Bürger:innen-Beteiligungen in Form von Workshops und Infoveranstaltungen. Daraufhin wurde ein städtebauliches Werkstattverfahren mit hochbaulichem Ideenteil für das Neckarspinnerei-Areal 2022/23 durchgeführt. Die Jury überzeugte der Entwurf von Rustler Schriever Architekten in Kooperation mit GDLA Gornik Denkel Landschaftsarchitektur: Dieser ergänzt das denkmalgeschützte Bestandsgebäude durch Neubauten, wodurch sich ein produktives, verdichtetes Quartier entwickeln kann. Ausgeblobt wurde das Verfahren von der Heinrich-Otto und Söhne Projektentwicklung GmbH gemeinsam mit der Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart GmbH und der Stadt Wendlingen. 

Zwischen September 2021 und Januar 2024 diente das Areal als Bühne für vielfältige Veranstaltungen – von Konzerten über Dreharbeiten für Werbespots bis hin zum Weihnachtsmarkt. Seit Frühjahr 2024 laufen die Umbau- und Sanierungsarbeiten am denkmalgeschützten Spinnereihochbau. 

Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart

Die Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27) feiert Stadt, Nachbarschaft, Vielfalt, Durchmischung, Kraft und ganz besonders die Idee des Sich-neu-Erfindens. Im Fokus stehen – 100 Jahre nach dem Aufbruch der Architekturmoderne am Stuttgarter Weissenhof – Zukunftsfragen des Bauens und Zusammenlebens in einem der Wirtschaftszentren Europas. Die Region Stuttgart wird dabei zur internationalen Schaubühne für zukunftsfähige Projekte in unterschiedlichen Maßstäben: große und kleine Stadtbausteine, Orte für das öffentliche Leben, Landschaftsräume für eine natürliche Verbindung von Ökologie und Nutzen. Ziel ist stets das Schaffen von Treffpunkten, die Nähe, Aufbruch und Dialog ermöglichen. 

Geleitet wird das 2017 ins Leben gerufene Vorhaben von der Frage: Wie möchte man in der Region künftig (zusammen-) leben? Die Projekte zeigen exemplarische Lösungen auf, die Kollektivität im gesellschaftlichen, technologischen und ökologischen Wandel fördern. 

Diese Neuerfindung hat sich zum Ziel gesetzt, Materialien, Räumen und sozialen Gefügen wertschätzend zu begegnen. Dies gelingt durch die Transformation reiner Gewerbe- und Wohnvierteln hin zu einer durchmischten, lebendigen Region. Die IBA’27 lebt nicht zuletzt von der Offenheit, dem Dialog, den Ideen und Visionen der Menschen der Region. Sie sind Impulsgeber, Bedeutungszuschreiber und Kern einer lebendigen Zukunftsregion. 

In diesen Bestrebungen gliedert sich auch das Projekt Neckarspinnerei ein, das beispielhaft für die behutsame Transformation eines ehemaligen Industrieareals steht. 

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Schmidt Plöcker Architekten PartG mbB
Dreieichstraße 59
60594 Frankfurt am Main

Tel. +49 69 9593202-0
Fax +49 69 9593202-10
mail@schmidtploecker.de

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