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Starke Bühne im Bestand

Co-Working in einer ehemaligen Nachkriegslücke der denkmalgeschützten Güterhalle am Mainzer Hauptbahnhof.

Wo einst Güter verladen wurden, ist heute ein Ort für Austausch und neue Arbeitsformen entstanden. Mit dem BandX und der Stagebox konnte die historische Güterhalle im Mainzer Quartier M1 zu einem lebendigen Zentrum für kreative Unternehmen transformiert werden – ein Projekt, das Vergangenheit und Zukunft der Stadt produktiv miteinander verbindet.

  • Projekt

    Stagebox

  • Bauherr

    Aurelis Real Estate

  • Nutzung

    Büro

  • Ort

    Mainz

  • Leistung

    Entwurf, Planung

  • Status

    Realisiert

  • Zeitraum

    2014–2017

  • Bauphysik, Energieberatung

    IBC Ingenieurbau-Consult GmbH

  • Gebäudetechnik

    K.Dörflinger

  • Tragwerksplanung

    IBC Ingenieurbau-Consult GmbH

  • TGA-Planung

    Ingenieurbüro Helmut Kläs

  • Schallschutz

    isab Ingenieurgesellschaft für Bauphysik

  • SiGeKo

    ecoprotect

  • Fotografie

    Lars Gruber

Neue Nutzung unter altem Dach

Auf dem Gelände des ehemaligen Mainzer Güterbahnhofs ist mit dem Quartier M1 ein neues Stück Stadt entstanden. Die Aurelis Real Estate hat auf den Konversionsflächen ein lebendiges urbanes Areal entwickelt, das Arbeiten, Wohnen und Freizeit auf zeitgemäße Weise miteinander verknüpft.

Unter dem weit auskragenden Dach der gelb-roten Backsteinhalle mit ihren charakteristischen Laderampen hat das BandX seine Heimat gefunden – ein Ort gemeinsamer Infrastruktur und kreativer Arbeitswelten.
So sind flexible, mitwachsende Büroeinheiten entstanden – Arbeitsräume, die die industrielle Geschichte des Ortes fortschreiben und zugleich die Zukunft des Arbeitens verkörpern.

Die Qualität und Atmosphäre der historischen Bausubstanz werden durch frei in die Halle eingestellte Boxen gesteigert, deren Materialität einen spannungsvollen Kontrast zur Altbaustruktur bildet.

Christian Olaf Schmidt, Gründungspartner Schmidt Plöcker Architekten

Die Stagebox als Mittelpunkt

Zentrales Element des Ensembles ist die Stagebox – eine neue Adresse im langen Band der ehemaligen Güterhalle. Das zweigeschossige Volumen markiert mit seiner leicht außermittigen Lage eine bewusste Zäsur im Bestand.

Zwei weiß gerahmte Boxen wurden hier übereinandergestapelt; dazwischen öffnen sich Zwischenräume für Eingänge, Terrassen und Aufenthaltszonen. Das gestaffelte Volumen bildet einen markanten architektonischen Akzent – Kontrapunkt und Treffpunkt zugleich.

Der Einschnitt ist dabei kein Akt der willkürlichen Zerstörung. Die Stagebox entstand in einer seit dem Krieg bestehenden Baulücke.

Christian Olaf Schmidt, Gründungspartner Schmidt Plöcker Architekten

Innenraum mit Werkstattcharakter

In der Stagebox sind neben weiteren Büroflächen die zentralen Einrichtungen des BandX untergebracht: Cafeteria, Küche und Besprechungsräume. Über eine breite Treppe unter dem schwebenden Kubus gelangt man vom Straßenraum in das Innere. Von dort erschließen sich die Gemeinschaftsbereiche sowie die Arbeitsflächen, die sich zur Bahnlinie und zur Straße öffnen. Eine interne Treppe führt auf die oberen Ebenen, die der Büronutzung vorbehalten sind.

Transparenz und Struktur

Die Offenheit der Fassaden setzt sich im Inneren fort. Wände zu den Gemeinschaftsbereichen sind als „Fassaden im Raum“ ausgebildet; großflächige Fenster im Stil der Industriearchitektur des frühen 20. Jahrhunderts schaffen visuelle Bezüge und Blickbeziehungen.

Brüstungen und Stürze sind mit glasierten Fliesenriemchen belegt, während freigelegte Ziegelwände und das filigrane Dachtragwerk die industrielle Herkunft des Ortes betonen. Sichtbare Technik, offene Kabeltrassen und einfache Schalteranlagen unterstreichen den robusten Werkstattcharakter – ein bewusstes Bekenntnis zur Authentizität.

Ein neuer Ort für Arbeit und Austausch

Der eigens entwickelte Industrielook fügt sich selbstverständlich in den Bestand. Emotion, Flexibilität und räumliche Offenheit verbinden sich zu einer Bürolandschaft, die Kreativität und Kooperation fördert.

Durch die direkte Nachbarschaft zur Bahnlinie bleibt die Verbindung zur Geschichte des Ortes spürbar. Die ehemalige Güterhalle hat ihre neue Bestimmung gefunden – als lebendiger Ort für Ideen, Austausch und Zusammenarbeit.

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Schmidt Plöcker Architekten PartG mbB
Dreieichstraße 59
60594 Frankfurt am Main

Tel. +49 69 9593202-0
Fax +49 69 9593202-10
mail@schmidtploecker.de

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