NEUBAU AM KLINIKUM STUTTGART
Mit dem Tumorzentrum Eva Mayr-Stihl erreicht das Klinikum Stuttgart einen Meilenstein in der Krebsbehandlung
Mit dem Stuttgart Cancer Center – Tumorzentrum Eva Mayr-Stihl, kurz „Haus G“, hat das Klinikum Stuttgart einen zentralen Baustein seiner umfassenden Umstrukturierung realisiert. Der Neubau markiert einen Meilenstein in der onkologischen Versorgung der Landeshauptstadt und bündelt modernste Diagnostik-, Therapie- und Forschungsbereiche unter einem Dach – von der Chemo-, Strahlen- und Nuklearmedizin bis hin zu interdisziplinären Forschungseinheiten.
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Projekt
Stuttgart Cancer Center – Tumorzentrum Eva Mayr-Stihl
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Bauherr
Klinikum der Landeshauptstadt Stuttgart
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Auftraggeber
Gustav Epple Bauunternehmung GmbH
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Entwurf
Sweco GmbH
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Nutzung
Krankenhaus
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Ort
Stuttgart
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Leistung
Modellbasierte BIM-Realisierungsplanung, Bemusterung Eingangshalle, BIM Gesamtkoordination
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BGF
14.615 m²
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Status
Realisiert
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Zeitraum
2021–2024
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Fotoaufnahmen
David Matthiessen,
Max Leitner
Meilenstein in der Krebsbehandlung
Im Zuge der Baumaßnahmen wurde das Bestandsgebäude abgebrochen und durch einen zeitgemäßen Neubau ersetzt, der die südwestliche Außenecke des Klinikareals neu fasst und architektonisch akzentuiert. Durch die zentrale Lage direkt am Hegelplatz leistet das neue Volumen einen wesentlichen Beitrag zur städtebaulichen Neuordnung – es klärt die bislang heterogene und zerklüftete Bebauung an dieser Stelle und stärkt zugleich die Präsenz des Klinikums im Stadtraum.
Auf einer Nutzfläche von über 14.000 Quadratmetern entstanden hochspezialisierte Bereiche für die Behandlung und Erforschung von Krebserkrankungen: Stationen und Erweiterungen der Nuklearmedizin, Strahlentherapie, diagnostische Großgeräte, spezialisierte Anlaufstellen für verschiedene Tumorerkrankungen sowie eine onkologische Tagesklinik. Hier arbeiten interdisziplinäre Teams – von Onkologinnen und Chirurginnen über Psychologinnen und Physiotherapeutinnen bis hin zu Molekulargenetiker*innen – eng zusammen, um für jede Patientin und jeden Patienten eine individuell abgestimmte Therapie zu entwickeln.
Der siebengeschossige Bau reagiert präzise auf die Hanglage des Geländes: Während sich das Erdgeschoss rückseitig in das Gelände einfügt, öffnet sich der Haupteingang auf Straßenniveau. Über Ebene –02 ist Haus G mit dem Bestandsgebäude Haus Z verbunden.
Der Generalunternehmer Gustav Epple beauftragte unser Büro mit der Ausführungsplanung (LPH 5) in der BIM-Planungsmethode sowie mit der BIM-Gesamtkoordination und der modellbasierten digitalen Attributdatenbank, die sämtliche Bauteilinformationen aller Fachplaner integriert.
So entstand ein Gesundheitsbau, der funktionale Präzision, digitale Planungskompetenz und architektonische Klarheit vereint – und die Vision einer modernen, patientenzentrierten Klinikarchitektur überzeugend in gebaute Realität übersetzt.