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Das Taunustor

Ein Turm-Duo für ein neues, offenes und urbanes Miteinander in Frankfurt

Das Taunustor formt zwei elegante Hochhäuser auf einem gemeinsamen Sockel, die nicht nur neue Adressen in der Skyline setzen, sondern vor allem Mehrwert für ihre Nachbarschaft schaffen: Sie öffnen sich zum Stadtraum, beleben die Gallusanlage und tragen aktiv zur Aufwertung des Bahnhofsviertels bei. Die podiumsgeschossigen Ebenen verschmelzen zu einem öffentlich zugänglichen Stadtraum, der Jürgen-Ponto-Platz, Taunusstraße, Neckarstraße und Gallusanlage zu einem lebendigen, klimaresilienten Platzensemble verbindet und so ein neues urbanes Zentrum im Übergang zur Innenstadt schafft. Durch Terrassen, Kultur- und Gastronomieangebote entstehen niedrigschwellige Orte der Begegnung, während die höher gelegenen Stadtgeschosse völlig neue Perspektiven eröffnen – bis hin zu öffentlich zugänglichen Blicken über Frankfurt.

  • Projekt

    ga8 - Gallusanlage 8

  • Ort

    Frankfurt am Main

  • Ausloberin

    Silberturm GA 8 GmbH & Co. KG

  • Verfahrensbetreuung

    AS+P Albert Speer + Partner GmbH

  • Nutzung

    Wohnen, Gewerbe, Hotel, Kultur, Soziales

  • BGF

    52.079 m² (Büroturm)
    8.042 m² (Wohnturm)

  • Leistung

    Entwurf

  • Wettbewerb

    2025

  • Auszeichnung

    Anerkennung

  • Modellbau

    Modell & Co. GmbH

  • Visualisierung

    Nighnurse

  • Wettbewerbsbetreuung

    AS+P Albert Speer + Partner GmbH

Eine Erweiterung der Frankfurter Skyline

Die kleinteilige Parzellierung wurde nicht geglättet, sondern aufgegriffen und übersetzt: versetzt angeordnete, C-förmige Baukörper, die nach außen klare Linien ziehen. Sie öffnen sich mit öffentlichen Nutzungen, mit Eingängen, die ins Quartier einladen, statt es abzuschotten. Und innen? Da entsteht ein Mikrokosmos, den nur die Bewohnerinnen und Bewohner richtig erleben und kennenlernen werden.
Dieser Mikrokosmos ist mehr als nur ein Hof. Er ist Nachbarschaft, Bühne, Kita und Werkhof. Co-Working und soziale Infrastruktur, Tanz- und Musikschule, Betreuungsangebote und kleine Gewerbe – das klingt fast nach einer Mini-Stadt im Quartier. Sogar Sport findet Platz: ein kleines Feld, hoch oben auf dem Dach.
Was das Ganze verbindet, ist ein Wegenetz, das erzählt. Es zieht sich wie ein Faden von Nord nach Süd, spinnt Räume aneinander – den Quartiersplatz, Gärten zum gemeinsamen Urban Gardening, einen Nachbarschaftstreff, Werkhöfe und schließlich einen „Tiny Forest“, der im Norden als Naturgeschenk daherkommt.

Zwischen all der Gemeinschaft braucht es aber auch Raum für Rückzug: Private Gärten, geschützte Terrassen, naturnahe Pflanzungen als Pufferzonen. Diese Räume des Stillen geben ein leises Versprechen von Intimität inmitten urbaner Dichte.
Es ist ein Wechsel von Klarheit und Verspieltheit, von Gemeinschaft und Privatheit. Mit dem Entwurf möchten wir nicht einfach Häuser bauen, sondern Geschichten Räume geben.

Mit Taunustor entsteht eine neue Generation von Hochhäusern: offen, einladend und nachhaltig. Das Ensemble verbindet Stadt und Nachbarschaft, schafft öffentliche Räume mit Mehrwert und denkt Hochhausarchitektur neu – nicht als isoliertes Wahrzeichen, sondern als aktiven Teil des urbanen Lebens. Architektur, die verbindet, bereichert und zeigt, dass Hochhäuser auch gute Nachbarn sein können.

Elena Georgieva, Head of Design

Vertikale Dichte als Form urbaner Ressource

Öffentlicher Raum und städtisches Leben entwickeln sich durch gemeinschaftlich genutzte Geschosse, Terrassen und Gärten über mehrere Ebenen.

Ein öffentliches Forum verbindet Jürgen-Ponto-Platz, Neckarstraße, Taunusstraße und Gallusanalage und schafft einen durchlässigen, aktiv genutzten Stadtraum. Lobby-, Ausstellungs-, Gastronomie- und Kulturangebote beleben die angrenzenden Außenbereiche und ermöglichen eine schwellenlose Durchwegung.

Im Sockel, der Hotelbereiche aufnimmt, schafft ein zentrales Atrium vielfältige Blickbezügen zwischen den beiden Türmen. Gemeinschaftliche Funktionen orientieren sich an dem Prinzip „Eyes on The Street“ zur Gallusanlage und zum Atrium und verbinden öffentliche Aktivität mit sozialer Sicherheit.

Das sechste Stadtgeschoss öffnet sich als öffentlich zugängliche Terrasse mit Bar, Kultur- und Ausstellungsflächen. Die Multispace-Ebenen der 8. bis 11. Obergeschosse bilden eine Schnittstelle zwischen Stadt und Arbeitswelten und ermöglichen zusätzliche Nutzungen von Bildung bis Event.

Der Wohnturm ergänzt mit sozialen Funktionen wie eine Kita und gemeinschaftlich nutzbare Bereiche. Terrassen und Aufenthaltsflächen zwischen den Wohnformen fördern Begegnung und stärken die urbane Hausgemeinschaft. 

Impuls und Vernetzung
Quartiere und Grünräume
Vertikale Verwebung
Interaktion und Vernetzung
Wohnen und Arbeiten
Stadtfenster
Höhenbezüge und Blickachsen
Fassadenbild
Fassadenbild
Solare Analyse als Entwurfsparameter der Fassade

Kreislauffähigkeit für kommende Generationen

Das Taunustor ist als flexible, zukunftsfähige Struktur geplant. Tragwerk, Erschließung und ein großzügiges Stützenraster mit zentralen Kernen sowie einheitlichen Geschosshöhen von 3,8 m ermöglichen langfristige Nutzungsänderungen. Das 6,8 m hohe Forum im Erdgeschoss bietet einen offenen, vielfältig nutzbaren Stadtraum.

Nach dem Prinzip „Buildings as material banks“ kommen recyclingfähige, sortenrein trennbare Materialien, reversible Verbindungen und wiederverwendbare Bauteile zum Einsatz. Ziel ist es, möglichst viele Materialien im Kreislauf zu halten – etwa durch Wiederverwendung der Natursteinfassade als Bodenbelag oder für Innenausbau und Möblierung sowie durch Weitergabe über zirkuläre Plattformen.

Ein urbaner Raum wird grün

Der Entwurf entwickelt den Stadtraum rund um Taunusstraße, Neckarstraße, Jürgen-Pronto-Platz und Weserstraße zu einer lebendigen, grünen und klimaresilienten Plaza. Durch Entsiegelung, dichte Bepflanzung und flexible Nutzungen entsteht ein einladender Freiraum, der Stadt- und Straßenraum neu verknüpft. 

Dabei verschmelzen Forum und Jürgen-Ponto-Platz zu einer großzügigen Aufenthaltszone mit erhaltener und ergänzter Baumpflanzung, flexibler Möblierung und kühlenden Elementen wie einer Nebelinstallation am Brunnen. Neue Straßenbäume, modellierte Grünflächen sowie erweiterte Geh- und Radwege stärken die Durchgrünung und fördern ein angenehmes Mikroklima. 

Begrünte Dachterrassen auf mehreren Ebenen ergänzen den Freiraum: mit Baumclustern, Grüninseln, Gastronomie und einem Wandelgarten mit Blick auf Skyline und Wallanlagen. Der öffentliche Charakter aller Ebenen stärkt die Vernetzung des Stadtraums er erhöht gleichzeitig die Aufenthaltsqualität nachhaltig. 

Eine Fassade, die der Sonne folgt

Die Fassade der Türme wird durch vertikale Elemente geprägt, die sich rhythmisch drehen. Ihre Form orientiert sich an Sonne und Schatten: Im unteren Bereich schaffen sie Tiefe und lenken Blicke, nach oben öffnen sie sich zur Sonne und integrieren Photovoltaik-Module. So verbindet die Gebäudehülle Klimaschutz, Energiegewinnung und ansprechendes Design.

Vertikale Mobilität neu gedacht

Der Büroturm bietet Arbeitsplätze für rund 2.500 Personen. Ein leistungsfähiges Aufzugskonzept sorgt für kurze, schnelle Wege und einen reibungslosen Ablauf im Alltag. Ergänzende Service- und Sicherheitsaufzüge stellen die Erreichbarkeit aller Bereiche sicher. 

Wohnturm und Hotel verfügen über jeweils eigenständige, nutzerorientierte Aufzuglösungen, die Komfort, Service und Sicherheit miteinander verbinden.

Sicher und flexibel

Der Wohnturm erhält einen besonders sicheren, druckbelüfteten Treppenraum. Sein massiver Kern enthält Rettungswege und Leitungen, die Fassade besteht überwiegend aus nicht brennbaren Materialien. Sondernutzungen im 4. Obergeschoss, wie die Kindertagesstätte, liegen auf Podiumsebene und verfügen über eigene zusätzliche Rettungswege. Oben schließt ein Dachgarten als offener Aufenthaltsbereich den Turm ab und zählt nicht als Vollgeschoss.

Der Büroturm wird über zwei druckbelüftete Treppenräume erschlossen. Die unteren Sondernutzungen (Stadtfenster und Innovationcenter) erfordern ein spezielles Brandschutzkonzept. Dieses umfasst Brandmelder, Rauchabzug, optimierte Löschanlage und abgestimmtes Alarmierungssystem und ermöglicht flexible Grundrisse sowie offene Verbindungen zwischen den Etagen.

Zusätzlich erhält der Büroturm neben dem Feuerwehraufzug einen Ersatz-Aufzug für Wartung und Ausfälle; ein ähnliches System ist auch für den Wohnturm vorgesehen.

Stabil, leicht und anpassbar

Der Gebäudekomplex basiert auf einem einheitlichen, flexiblen Konstruktionsprinzip. Skelettbauweise und regelmäßigem Stützenraster ermöglichen anpassungsfähige Grundrisse für eine langfristige Nutzungsvielfalt. Die beiden Türme werden über zentrale Kerne stabilisiert, leichte Holz-Beton-Verbunddecken reduzieren Gewicht sowie CO₂-Emissionen. Stützenfreie Ecken und flexible Strukturen schaffen zudem eine hohe räumliche Qualität. Der Sockelbau nimmt unterschiedliche Nutzungen auf und wird in robuster Stahlbetonweise ausgeführt, für eine effiziente, nachhaltige und zukunftsfähige Tragstruktur.

 

Passive First: Enenergieeffizientes Gebäudekonzept

Natürliche Belüftung, gezielte Verschattung und eine optimierte Fassadengestaltung sorgen für hohen Komfort und geringe Energieverluste. Eine Solarstudie steuert den Glasanteil: mehr Transparenz in den unteren Geschossen für Tageslicht und Ausblick, weniger in den oberen zur Vermeidung von Überhitzung und zur Integration von Photovoltaik. Dreifachverglasung, innenliegender Sonnenschutz und thermisch aktive Massivdecken unterstützen Heizen und passive Kühlung. Ergänzend sichern effiziente Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung eine hohe Luftqualität. Wärme und Kälte werden über Decken- sowie Fußbodenflächen verteilt. Wärmepumpen und gebäudeintegrierte Photovoltaik bilden die zentrale Energieversorgung. Ein ressourcenschonendes Tragwerk mit Hybriddecken reduziert den Materialeinsatz. So entsteht ein nachhaltiges, energieeffizientes und flexibel nutzbares Gebäude.

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Schmidt Plöcker Architekten PartG mbB
Dreieichstraße 59
60594 Frankfurt am Main

Tel. +49 69 9593202-0
Fax +49 69 9593202-10
mail@schmidtploecker.de

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