Ein neuer zentraler Standort für das Amt für Soziales und ein neuer Bürgersaal in Wiesbaden-Biebrich. Seit Mitte 2017 wurden für das 2.647 qm große Grundstück unterschiedliche Nutzungsszenarien überprüft. Zukünftig sollen die Verwaltungsflächen des “Amtes für Soziale Arbeit” und des “Amtes für Grundsicherung und Flüchtlinge”, sowie ein Bürgersaal des Stadtteils Biebrich auf dem Areal unterkommen. Auf dem Gelände befindet sich derzeit ein Teil der ehemaligen Schulnutzungen (Turnhalle, Sanitäre Anlagen), die niedergelegt werden sollen. Erhalten bleibt der historische Schlauchturm der benachbarten Feuerwehr Biebrich, der derzeit nicht mehr in Nutzung und als Einzelkulturdenkmal gem. §2 Abs.1 des Hessischen Denkmalschutzgesetzes (HDSchG) geschützt ist. Gleiches gilt für die Schlauchwäsche im Bereich der Nebengebäude der Feuerwehr, die im funktionalen Zusammenhang mit dem Schlauchturm steht und ebenfalls in das Konzept integriert werden soll.
Die Baukörper sind in Anlehnung an die Umgebung gegliedert geplant, mit hochwertig verputzten Lochfassaden und großzügigen Glasflächen in Eingangsbereichen und Fensterbändern im Mittelbau. Die Dachflächen sind ortstypisch mit Schiefer oder grauen Ziegeln gedeckt, Attiken, Verblechungen in Titanzink bekleidet.

Das durch den Neubau und Umzug der Freiherr-vom-Stein-Schule freigewordene Grundstück in zentraler Lage von Wiesbaden-Biebrich bietet eine hervorragende Möglichkeit, einerseits die beiden wichtigen Funktionen Bürgersaal und Amt für Soziale Arbeit in direkter Nachbarschaft von Ortsverwaltung, Polizei und Standesamt anzusiedeln, und auf der anderen Seite den bestehenden Stadtraum aufzuwerten und weiter zu verbessern.

Durch das Konzept wird die qualitätsvolle, überwiegend gründerzeitlich geprägte Blockrandbebauung komplettiert und ein Stadtplatz geschaffen, der die schöne Platanenallee der Straße der Republik ergänzt und erweitert. Der Entwurf ordnet sich in Maßstab und Gliederung des Quartiers als Stadtbaustein ein, setzt aber auch darüber hinaus einen qualitätsvollen eigenständigen architektonischen Akzent, der Nutzung und Lage entspricht. Der Identitätsstiftende Schlauchturm wird in die Baufigur integriert, so dass dieser und Neubau sich gegenseitig ergänzen und verstärken. Die Baukörper sind in Anlehnung an die Umgebung gegliedert geplant, mit hochwertig verputzten Lochfassaden und großzügigen Glasflächen in Eingangsbereichen und Fensterbändern im Mittelbau. Die Dachflächen sind ortstypisch mit Schiefer oder grauen Ziegeln gedeckt, Attiken, Verblechungen in Titanzink bekleidet.

Hauptelement des Entwurfs ist der neu entstehende Platz vor dem Schlauchturm. Dieser ist gefasst von den Fassaden des Bürgersaals im Norden, dem Hauptzugang zur Verwaltung am Sockel des Turmes im Westen, in den ein Aufzug eingestellt wird, und der Verwaltung im Süden. Teile der historischen Grundstückseinfriedung aus Ziegelstein werden im Übergang des Platzes zum Bürgersteig an der Ostseite des Platzes erhalten und dienen als Filter zwischen Straßenraum und Platz. Zur Wahrung des Baumschutzes ist die nördliche Randbebauung zwar an die bestehende Brandwand angebaut, verzieht sich dann nach innen, auch um zum neuen Stadtplatz zu führen.

Hauptelement des Entwurfs ist der neu entstehende Platz vor dem Schlauchturm. Dieser ist gefasst von den Fassaden des Bürgersaals im Norden, dem Hauptzugang zur Verwaltung am Sockel des Turmes im Westen, in den ein Aufzug eingestellt wird, und der Verwaltung im Süden.

Der vorhandene Höhenunterschied zwischen Gehwegniveau Straße der Republik und dem neuen Stadtplatz wird mit Teilen der historischen Ziegelmauer gefasst, der Zugang zum Platz erfolgt leicht anrampend / barrierefrei auf dem Platz, die Bebauung begleitend. Auf dem mit gegliedertem Stein belegten Platz, ist eine einzelne Hainbuche vorgesehen, der als Flachwurzler auf der Decke über der Tiefgarage plus dem erhöhten Aufbau an der Ziegelwand eine ausreichende Substratstärke vorfindet, um sich gut und nachhaltig zu entwickeln und anzuwachsen.
Den Abschluss im Süden des Ensembles bildet der Kopf der Verwaltung mit der Giebelfassade. Diese ist zurückgesetzt, um der gestaltete Giebelwand der denkmalgeschützten Wohnbebauung Ecke Wilhelm-Tropp-Straße Ihren „Raum“ zu lassen. Die Büroflächen mit Ausbauraster von 1,35 sind durch die Anordnung der Nutzungseinheiten und deren Erschließung auch für zukünftige Veränderungen und Arbeitsformen flexibel anpassbar, ohne relevante Eingriffe in die Grundstruktur des Bauwerks; und im Dachgeschoss sind zusätzlich noch Erweiterungsflächen vorgesehen.

Der vorhandene Höhenunterschied zwischen Gehwegniveau Straße der Republik und dem neuen Stadtplatz wird mit Teilen der historischen Ziegelmauer gefasst, der Zugang zum Platz erfolgt leicht anrampend / barrierefrei auf dem Platz, die Bebauung begleitend. Auf dem mit gegliedertem Stein belegten Platz, ist eine einzelne Hainbuche vorgesehen, der als Flachwurzler auf der Decke über der Tiefgarage plus dem erhöhten Aufbau an der Ziegelwand eine ausreichende Substratstärke vorfindet, um sich gut und nachhaltig zu entwickeln und anzuwachsen.

Projektdaten

  • Wettbewerb
    2. Platz 

  • Standort
    Wiesbaden-Biebrich

  • Bauherr
    SEG Wiesbaden

  • Nutzung
    Büro- und Verwaltung, Bürgersaal

  • Projektart
    Neubau

  • Visualisierung
    Sichtvision

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